27.01.2016

Interview mit Julian Keiber, Energiemanager der Verbandsgemeinde Jockgrim

Was hat die Verbandgemeinde Jockgrim bewogen, sich um die Teilnahme am Pilotprojekt „dena-EKM“ für kommunales Energiemanagement zu bewerben?

Schon bevor das Pilotprojekt der dena bekannt wurde, hat sich die Verbandsgemeinde Jockgrim, auch mit Hilfe der Beratung der Energieagentur, mit dem Thema Energie beschäftigt und ist unter anderem mit verschiedenen externen Dienstleistern mehrere Möglichkeiten durchgegangen, um die Energieeffizienz in den eigenen Gebäuden zu verbessern. Als dann das Programm der dena mit der Möglichkeit der Teilnahme an den regelmäßigen Workshops bekannt wurde, war die Entscheidung, daran teilnehmen zu wollen, schnell getroffen - und darüber hinaus wurde ja sogar ein Energiemanager eingestellt.

Frage: Welche Rolle spielen die Energieagentur Rheinland-Pfalz und die dena bei der Verbesserung Ihres Energiemanagements?

Wie bereits erwähnt, hatte die Energieagentur Rheinland-Pfalz schon vor dem Beschluss zur Teilnahme am dena-EKM eine wichtige beratende Funktion, um auf die Besonderheiten eines kommunalen Energiemanagements hinzuweisen. Des Weiteren ist sie mit ihren Experten in den verschiedensten "Energiebereichen" jederzeit ein wichtiger Ansprechpartner und eine große Hilfestellung für uns als Kommune.

Die dena spielt natürlich die Hauptrolle bei der Umsetzung und Einführung ihres eigens für die Kommunen entwickelten EKM-Systems und steht auch zwischen den regelmäßigen Workshops mit Rat und Tat zur Verfügung.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung für Jockgrim und wie gehen Sie damit um?

Herausforderungen gibt es in diesem Zusammenhang viele, sowohl in der täglichen Arbeit, als auch über einen längeren Zeitraum gesehen. Da ist es schwierig, die eine und größte hervorzuheben. Sehr wichtig wird es allerdings sein, das Energiemanagementsystem der dena nachhaltig in Kommune und Verwaltung zu verankern, so dass die Bemühungen nach der Startphase nicht schnell wieder versanden, sondern auch noch in mehreren Jahren ein Nutzen daraus gezogen wird und das Thema Energieeffizienz kontinuierlich noch mehr an Bedeutung gewinnt.

Das Projekt bedeutet offensichtlich viel Arbeit für Sie und die Kollegen der VG – was ist der positive Mehrwert, den das Projekt langfristig für die Verwaltung und die Bürgerinnen und Bürger mit sich bringt?

Verwaltungsintern legen wir vor allem darauf Wert, Transparenz bei den Energieverbräuchen unserer Gebäude herzustellen und durch den Aufbau einer umfangreichen Erfassung und Überwachung der Energieverbräuche ineffiziente Verbrauchsstellen zu identifizieren und somit die Verbräuche nachhaltig zu senken. Darüber hinaus ist es uns sehr wichtig, in Zukunft auch die Bürger noch mehr in die Thematik einzubeziehen. Unter anderem mit Hilfe der Durchführung von Vortragsabenden in Zusammenarbeit mit der Energieagentur sollen auch sie davon profitieren, dass sich ihre Kommune, die VG Jockgrim, mit dem Thema "Energie" beschäftigt. Zudem sollte der Mehrwert für unsere Umwelt und das Klima im Gesamtkontext nicht vergessen werden! Dafür lohnt sich der Arbeitsaufwand definitiv!