27.07.2015

Haßloch spart Strom mit Themenabend zuende gegangen

Christoph Weitz vom Klimaschutzbeirat zieht ein Fazit

Mit einem Themenabend "Die Sonne bezahlt die Stromrechnung" ging die achtwöchtige Aktion Haßloch spart Strom zuende. Auch die Gewinner der Mitmachaktion wurden ermittelt, und die Energieagentur zeichnete die Gemeinde Haßloch  für die Teilnahme an der Aktion „Unser Dorf spart Strom“ aus.

Der Beigeordnete Ralf Trösch begrüßte in Vertretung für den abwesenden Umweltdezernenten Dieter Schuhmacher die Gäste und führte ein den Abend. Solarstromerzeugung und der Eigenverbrauch selbst erzeugten Stroms sind nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll, so die Erkenntnisse des Abends, an dem ein regionaler Fachbetrieb, ein Privatanwender sowie die Energieagentur Rheinland-Pfalz aus ihrer Perspektive auf Photovoltaik-Anlagen eingingen. Oliver Decken von der Energieagentur Rheinland-Pfalz hatte bereits bei der Eröffnungsveranstaltung von „Haßloch spart Strom“ den Zuhörern erläutert, dass durch verschiedene Klein- bzw. Sofortmaßnahmen und durch den Neukauf von energieeffizienten Elektrogeräten die Stromrechnung halbiert werden kann. Nun zeigte er, dass der verbliebene Teil der Stromrechnung sich durch die Sonne bzw. die Sonnenenergienutzung finanzieren lässt.

Oliver Decken stellte klar, dass sich trotz Änderungen infolge der EEG-Reform für die meisten Eigenheimbesitzer die Installation einer Photovoltaikanlage lohnt, und das nicht nur hinsichtlich des wirtschaftlichen Aspekts. Auch für die Unabhängigkeit von Energieimporten, die unbegrenzte und sichere Erzeugung von Solarstrom sowie für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlage sei die Eigenstromerzeugung ein wichtiger Beitrag.

Der Haßlocher Bürger Holger Prenzel stellte die Konzeption seiner Photovoltaik- und Solarthermieanlage vor, die speziell für die Gegebenheiten seines Hauses geplant und in das bereits bestehende Heizungssystem integriert wurden. Wolfgang Müller vom Solar-Info-Zentrum stellte schließlich „Plug-In-Solarmodule“ vor, die auch Nicht-Dachbesitzern die Möglichkeit geben, eigenen Solarstrom zu produzieren. Weiterhin zeigte er, wie mit verschiedensten Speichermodulen auf der Basis sowohl von Blei- als auch Lithiumakkus die Chance entsteht, die wirtschaftlich besonders interessante Eigenverbrauchsrate von Solarstrom deutlich zu steigern. 

"Die vielen Fragen zu den Vorträgen sowie die intensiven Gesprächen im Nachgang der Veranstaltung machen deutlich, dass die Veranstaltung den Nerv getroffen hat und  noch viel Informationsbedarf bei den Haßlocher Bürgern besteht", so Michael Müller, Umweltbeauftragter der Gemeinde Haßloch. "Mit der Kampagne Haßloch spart Strom wurde mit ihren vielfältigen Veranstaltungen und Aktionen zumindest ein Teil dieses Informationsdurstes gestillt."

Zu Beginn der Kampagne bestand für Haßlocher Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich an einer „Mitmachaktion“ zu beteiligen. Bei einer formellen Beteiligung an der Aktion verpflichteten sich die Teilnehmer, nach Stromeinsparmöglichkeiten in ihrem Haushalt zu suchen und beim Neukauf von Elektrogeräten auf besondere Energieeffizienz zu achten. Beigeordneter Ralf Trösch und der Sprecher des Klimaschutzbeirats, Christoph Weitz, losten am Ende der Veranstaltung die Gewinner aus. Freuen konnten sich Herr Heitz (1. Platz) und Herr Füßer (3. Platz) über Gutscheine für energieeffiziente Geräte, einzulösen bei zwei Haßlocher Fachgeschäften. Ebenso konnte dies Frau Freidl-Zercher vom Klimaschutzbeirat (2. Platz), die ihren Preis an bedürftige Familien spendete und sogleich an den Sozialdezernenten Ralf Trösch weitergab. Weiterhin gab es zehn Preisträger, die nun für einen kleineren Betrag LED-Leuchtmittel einkaufen dürfen.

Beigeordneter Ralf Trösch bedankte sich mit einem Weinpräsent bei den Referenten bzw. einem Blumenstrauß  für Isa Scholtissek von der regionalen Energieagentur Rheinland-Pfalz. Abschließend erhielt die Gemeinde - stellvertretend für alle Beteiligten - eine Auszeichnung der Energieagentur Rheinland-Pfalz.