14.09.2015

Erfolgreicher Energieparcours auf Landesgartenschau: Maria-Ward-Schule maßgeblich beteiligt

Wie ist das mit der Brennstoffzelle? Wie beeinflusst der Höhenunterschied eine Wasserturbine mit angeschlossenem LED-Modul? Welche Auswirkungen haben Reihen- und Parallelschaltung auf die Solarzellen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigen sich Jana Frey, Lea Hartstern, Charlotte Klein, Nina Preßler und Christina Dausch seit dem Schuljahr 2014/2015 unter Anleitung ihres Physiklehrers Fritz Scharping. Die Schülerinnen besuchen mittlerweile die 10. Klasse der Maria-Ward-Schule Landau und waren von Anfang an bei dem Projekt auf dem Gelände der Landesgartenschau Landau dabei. „Es hat viel Spaß gemacht und wir haben sehr viel gelernt“, sagt Charlotte Klein.

Gemeinsam mit Fritz Scharping haben die Schülerinnen Experimente rund um Erneuerbare Energien erprobt, verworfen, verändert und Anleitungen geschrieben. Entstanden ist so die so genannte Power Box, die sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 richtet und im Grünen Klassenzimmer auf der Landesgartenschau seit April zum Einsatz kommt. Unter dem Titel „Energie aus Sonne, Wind und Wasser und ihre Nutzung“ wird mit Experimenten in Kleingruppen im Freien untersucht, wie Energie aus Sonne, Wind und Wasser für uns nutzbar wird. Dabei wird unter anderem der Lichteinfluss auf Solarzellen getestet oder wie sich die Anzahl bzw. die Form der Rotorblätter und die Windgeschwindigkeit auf die Energiegewinnung eines Windrades auswirken. Auch dem Grundprinzip einer Kollektorheizung mit Wärmetauscher kann auf den Grund gegangen werden. Mehr als 30 Experimentieranleitungen entstanden auf diese Weise innerhalb eines halben Jahres. Unterstützung kam auch von Susanne Pleus und Nadine Roth, ebenfalls Lehrkräfte an der Maria-Ward-Schule. Für die beteiligten Schülerinnen ist das eine besonders praxisorientierte und lehrreiche Zeit, die sich eventuell auch in ihrer Berufswahl widerspiegelt.

Das Grüne Klassenzimmer findet auf der Fläche des Energieparcours statt. Die interaktive Ausstellungsfläche ist in Zusammenarbeit der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der TU Kaiserslautern und der Maria-Ward-Schule Landau entstanden und macht Erneuerbare Energie erlebbar und greifbar. Entlang einer begehbaren Deutschlandkarte laden sechs Informationsmodule dazu ein, zu entdecken, wie die Energie von Sonne, Wasser, Wind oder Biomasse zur Stromerzeugung genutzt werden kann.

Mehr als 150 Schülerinnen und Schüler von der Förderschule bis zum Gymnasium haben Fritz Scharping und seine Helferinnen bisher im Grünen Klassenzimmer betreut. Sie sind erfreut, wie gut die Workshops ankommen: „Die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte sind begeistert von unserem Angebot“, weiß Fritz Scharping. Aber nicht nur Schülerinnen und Schüler nutzen das Angebot. Regelmäßig können auch erwachsene Besucher der Landesgartenschau beim so genannten Offenen Experimentieren an Nachmittagen den Erneuerbaren Energien auf die Spur kommen und dabei ihr vorhandenes Wissen ausbauen. Für das Grüne Klassenzimmer im September sind noch Anmeldungen möglich.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz bedankt sich bei dem Team der Maria-Ward-Schule für deren tatkräftige Unterstützung am 17. September um 11 Uhr  in der Maria-Ward-Schule, Cornichonstr. 1, Landau, mit einer kleinen Anerkennung in Form einer Urkunde.

Die Power Boxen können ab November 2015 bei der Energieagentur kostenlos an den Standorten Kaiserslautern, Landau, Mainz, Koblenz und Trier ausgeliehen werden. Außerdem sind Lehrerworkshops zur Power Box geplant, die Fritz Scharping an diesen Standorten durchführen wird.

Interessenten für die Power Boxen und die Lehrerworkshops können sich an die Energieagentur Rheinland-Pfalz, Adeline Henning, unter Tel. 0631-205 75 71 28 oder per E-Mail an adeline.henning@energieagentur.rlp.de wenden.