28.08.2017

Brückenschlag für den kommunalen Klimaschutz in der Region

Die hauptamtlichen Bürgermeister aus dem Kreis Bad Dürkheim unterzeichnen gemeinsam mit Landrat Ihlenfeld sowie Verbandsdirektor Schlusche und dem Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz Pensel die Kooperationsvereinbarung

Kooperationsvereinbarung von Kreis, Kommunen, Energieagentur und Metropolregion unterzeichnet

Gemeinsam für mehr Klimaschutz: Am 28. August wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Metropolregion Rhein-Neckar, dem Landkreis Bad Dürkheim, den Kommunen des Landkreises sowie der Energieagentur Rheinland-Pfalz unterzeichnet. Inhaltliche Kernpunkte sind die Themen Energie und Klimaschutz. Gemeinsam wird beabsichtigt, Konzepte und Projekte zu entwickeln, um Energie zu sparen und Klimaschutz attraktiv zu machen.

„Klimaschutz, also die globale Erwärmung in einem verträglichen Rahmen zu halten, ist kein Selbstzweck. Er zielt unmittelbar auf den Schutz unserer Umwelt und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlage ab“, sagt Ralph Schlusche, der als Direktor des Verbands Region Rhein-Neckar die Vereinbarung unterzeichnete. Diese Erkenntnis sollte mittlerweile fest im Bewusstsein eines jeden verankert sein und finde sich auch in den diversen Planungsansätzen der Kommunen in der Metropolregion wieder, erläuterte er. Entsprechende Umsetzungen sollten allerdings nicht an Gemeindegrenzen enden und bedürften eines steten Austausches der Akteure. „Um dies zu gewährleisten, schließt die Metropolregion Rhein-Neckar nun bereits die dritte Vereinbarung in dieser Form mit einem Landkreis ab.“

Grundlage für die Kooperation bilden das 2012 vorgestellte regionale Energiekonzept der Metropolregion Rhein-Neckar und die im Landkreis von den Kommunen erarbeiteten oder in Bearbeitung befindlichen Klimaschutz- und Energiekonzepte. So haben die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land, die Stadt Grünstadt, die Stadt Deidesheim und die Ortsgemeinde Niederkirchen, die Gemeinde Haßloch, die Verbandsgemeinde Freinsheim, die Verbandsgemeinde Wachenheim und die Stadt Bad Dürkheim bereits entsprechende (Teil-)Konzepte oder arbeiten aktuell daran.

„Klimaschutz klappt nur gemeinsam. Dafür müssen mehrere Zuständigkeitsebenen zusammenarbeiten, und Projekte sollten möglichst gut in allen Kommunen des Kreises koordiniert werden“, erklärt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. Mit der Kooperationsvereinbarung beschließen Kommunen und Kreis, einen „Energiearbeitskreis“ zu bilden, bei dem die Vertreter gemeinsam Ideen entwickeln und Projekte kreisweit koordinieren. Unterstützung erhalten sie dabei von Metropolregion und Energieagentur. So lassen sich Synergien besser nutzen und durch einfachere Abstimmungsprozesse Maßnahmen besser umsetzen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Themenschwerpunkte Monitoring, Netzwerkbildung, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Organisation und Ausrichtung gemeinsamer Veranstaltungen. Wichtig ist der Metropolregion, den Kommunen als „bürgernächste Ebene“ optimal zu helfen, damit Energie- und Klimaschutz bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ankommt.

Landrat Ihlenfeld begrüßte die Unterzeichnung durch Vertreter aller Kommunen des Landkreises. „Klimaschutz ist ein Thema, das uns alle betrifft. Wir hoffen, durch Aktionen, die aufgrund der Kooperation entstehen, das Thema noch näher an die Bürgerinnen und Bürger zu bringen. Klimaschutz ist oft abstrakt. Aber mit Energiesparen kann jeder etwas anfangen: Denn wer Energie spart, spart auch Geld.“ Er freue sich, dass die Metropolregion Rhein-Neckar und die Energieagentur Rheinland-Pfalz beratend zur Seite stehen.

„Das komplexe Thema Klimaschutz und Handlungsmöglichkeiten der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, ist eine Herkulesaufgabe. Und die kann am besten bewältigt werden, wenn möglichst viele Synergien genutzt werden“, so Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH. „Deshalb freuen wir uns, künftig noch enger mit den einzelnen Kommunen im Kreis Bad Dürkheim zusammenzuarbeiten, um Maßnahmen und Projekte effizient umsetzen zu können.“