10.03.2017

13 Kommunen in der Metropolregion Rhein-Neckar nehmen energetische Struktur unter die Lupe

Schritte zur Einführung eines Energie- und Klimaschutzmanagements

Der Verband Region Rhein-Neckar und die Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH haben diese Woche den „Startschuss“ zu einer zweijährigen Veranstaltungsreihe „Energie- und Klimaschutzmanagement für Kommunen“ gegeben. 13 Kommunen aus der Metropolregion Rhein-Neckar nehmen an der Reihe teil mit dem Ziel, Einsparmöglichkeiten und Effizienzpotenziale zu erkennen und konkret handeln zu können.

Bei zehn Veranstaltungen bis 2019, in denen Informationen gegeben, Schritt für Schritt mögliche Aufgaben vorgestellt und in Workshops Erfahrungen ausgetauscht werden, sollen die 13 teilnehmenden Kommunen zu einem Energiemanagement als dauerhaftem System geführt werden. Im Laufe der zwei Jahre wird jede teilnehmende Kommune auch abseits der Veranstaltungen durch den Verband Region Rhein-Neckar und die Energieagentur Rheinland-Pfalz fachlich unterstützt. Der Verband Region Rhein-Neckar steht den Kommunen in der Region schon seit einigen Jahren mit einer Vielzahl von Angeboten im Bereich kommunales Energiemanagement bei und „legt mit diesem Kooperationsprojekt nun einen weiteren wesentlichen Baustein für einen effizienten Umgang mit Energie in der Region“, so der Klimaschutzmanager des Verbandes Eduard Kohleber.

Während der Auftaktveranstaltung zu der Veranstaltungsreihe wurde deutlich, dass die Kommunen im Management ihrer Energieverbräuche, die besonders in den kommunalen Gebäuden wie Schulen, Turnhallen und Kindergärten anfallen, sehr unterschiedlich aufgestellt sind. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Strom- oder Gasrechnungen gar nicht zentral erfasst werden“, berichten Teilnehmer der abgeschlossenen Pilotreihe, die die Energieagentur gemeinsam mit der Deutschen Energieagentur (dena) 2015/16 durchgeführt hat.

Schritt 1: Organisationsstrukturen aufbauen

Zunächst ist ein „Kümmerer“ in den Verwaltungen zu identifizieren, der als Ansprechpartner für das Thema verantwortlich ist. „Ich war mit meiner halben Stelle nur für dieses Thema zuständig und voll ausgelastet, so mal eben nebenbei hätte das nicht funktioniert“, berichtet Julian Keiber, Energiemanager der Verbandsgemeinde Jockgrim.

Keiber stellte den an der neuen Reihe teilnehmenden Kommunen den Weg zur Einführung des Energie- und Klimaschutzmanagements am Beispiel der Verbandsgemeinde Jockgrim vor. Viel Archivarbeit sei anfangs nötig gewesen, um zunächst eine Datengrundlage zu bekommen. Energieberater seien hinzugezogen worden und jede einzelne Liegenschaft auf ihren Energiebedarf und Einsparpotenziale untersucht worden. „Wir haben einen Energiebericht erstellt und ein jährliches Energieeinsparpotenzial von etwa 33.000 Euro bei unseren elf Liegenschaften ermittelt“, zeigte Julian Keiber auf. Auch anfänglich skeptische Stimmen aus den Ortsgemeinden bezüglich des Aufwandes für die Einführung des Energiemanagements seien mittlerweile verstummt.

Wer sollte aus der Kommune beteiligt sein und was für Inhalte könnte ein energiepolitisches Leitbild haben? Zu diesen Fragen tauschten sich die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung aus. „Alle teilnehmenden Kommunen sind sehr unterschiedlich aufgestellt, aber jedem wurde, denke ich, deutlich, was jetzt zunächst unternommen werden muss, um die notwendigen Organisationsstrukturen für eine systematische Herangehensweise zu schaffen“, so Mareen Moll, Projektleiterin der Energieagentur.

Zur nächsten Veranstaltung im Rahmen der Reihe werden die Teilnehmer am 30. Mai 2017 zusammenkommen.

Initiates file downloadDownload Foto des Workshops 07.03.2017

Teilnehmende Kommunen:

Landkreis Bad Dürkheim

Gemeinde Edingen-Neckarhausen

Verbandsgemeinde Grünstadt-Land

Verbandsgemeinde Lambrecht

Verbandsgemeinde Landau-Land

Stadt Leimen

Verbandsgemeinde Lingenfeld

Stadt Mutterstadt

Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen

Stadt Schwetzingen

Gemeinde St. Leon-Rot

Verbandsgemeinde Wachenheim

Stadt Wörth