Umweltaspekte batterieelektrischer Fahrzeuge

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zur Klimabilanz von E-Fahrzeugen

belegen, dass die heute im Handel verfügbaren batterieelektrischen Pkw, die in Deutschland genutzt werden, eine deutlich bessere Klimabilanz aufweisen als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor. Dies gilt bei Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus hinweg (inklusive Fahrzeugherstellung, Energiebereitstellung und Entsorgung bzw. Recycling) und bereits bei Nutzung des allgemeinen deutschen Strommixes. Und perspektivisch ist davon auszugehen, dass sich die Klimabilanz von E-Fahrzeugen weiter verbessern wird, da der deutsche Strommix durch den Ausbau erneuerbarer Energien immer „grüner“ wird und Fahrzeughersteller vermehrt auf eine CO2-neutrale Produktion setzen.

Ein im Kontext mit der Elektromobilität viel diskutierter Aspekt ist der Ressourcenbedarf, z. B. an Lithium, Kobalt und seltenen Erden, für die Herstellung von Traktionsbatterien und Elektromotoren. Dabei geht es weniger um die weltweite Ressourcenverfügbarkeit, die auch langfristig gegeben ist, sondern vielmehr um die Bedingungen, unter denen Rohstoffe in manchen Entwicklungsländern abgebaut und weiterverarbeitet werden. Diese Kritik ist natürlich gerechtfertigt.

Es gilt aber auch zu bedenken, dass die stärkere Einbindung von rohstoffreichen Entwicklungsländern in die internationale Automobilindustrie gute Möglichkeiten für deren wirtschaftliches Wachstum und die Einführung von Industriestandards bietet – mit positiven Vor-Ort-Effekten für Einkommen, Arbeitssicherheit und Umweltschutz.

Da die Faktoren Batteriegröße und Stromverbrauch besonders relevant für die Klimabilanz von E-Fahrzeugen sind, schneiden Kleinwagen besonders gut ab. Denn diese sind leichter und ihre Antriebsbatterien (deren Herstellung energieintensiv ist) sind kleiner als die der größeren und schwereren Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse.

Weiterführende Informationen zu den Umweltaspekten batterieelektrischer Fahrzeuge: