Praxishilfen zur Maßnahmenumsetzung im Quartier

Der Gebäudebestand in Deutschland soll bis 2050 nahezu klimaneutral sein. Dieses Ziel ist aber ökologisch und ökonomisch sinnvoll nicht erreichbar, wenn nur die maximale Optimierung jedes Einzelgebäudes angestrebt wird. Bei denkmalgeschützten Gebäuden kann sich eine hocheffiziente Außenwanddämmung verbieten, in bestimmten Ortsbereichen mag ein Nahwärmenetz die beste Lösung zur Wärmeversorgung sein. Woanders kann der Eigenverbrauch von Sonnenstrom am besten mittels eines gemeinsamen Quartiersspeichers und gemeinsam genutzten E-Fahrzeugen erhöht werden.

Die energetische Gebäudesanierung leistet ihren Beitrag nicht losgelöst von effizienten Energieversorgungssystemen und dem Ausbau erneuerbarer Energien. Dieser „Dreiklang“ ist naturgemäß verknüpft mit sozialen, demografischen, ökologischen und städtebaulichen Fragestellungen sowie wirtschaftlichen Interessen. In diesem Sinne spielt die Quartiers- und Dorfebene eine besondere Rolle für die Energiezukunft der Kommunen: hier können im Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure energetisch und ökonomisch effizientere Gesamtlösungen entstehen.

Unser Angebot

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz leistet Praxishilfe bei der Implementierung von energetischen Quartiersansätzen und der Umsetzung von quartiersbezogenen Maßnahmen. Sie bietet hierzu interessierten Kommunen individuelle Beratung an, auch zur Inanspruchnahme der  Förderprogramme „Energetische Stadtsanierung“ der KfW und der Ergänzungsförderung „Wärmewende im Quartier“ des Landes Rheinland-Pfalz. Sie unterstützt die Landesregierung bei der Abwicklung der Ergänzungsförderung und fördert den Austausch der Praktiker in Quartiersprozessen im Rahmen landesweiter und regionaler, thematischer Netzwerke. Darüber hinaus gibt die Energieagentur Rheinland-Pfalz Faktenpapiere und weitere Handreichungen zur Frage der energetischen Quartiersentwicklung heraus.