Finanzierung kommunaler Effizienzmaßnahmen

Über die Identifizierung konkreter Effizienzmaßnahmen hinaus unterstützt das Informations- und Beratungsangebot „Finanzierung kommunaler Effizienzmaßnahmen“ Kommunen bei der Umsetzung von Maßnahmen und unterstreicht damit den umsetzungsorientierten Charakter des Gesamtprojektes.

Hintergrund

Aufgrund angespannter Finanzlage werden Effizienzmaßnahmen in kommunalen Liegenschaften häufig nicht oder verzögert durchgeführt. Hemmnis für Investitionen sind dabei häufig kommunalrechtliche Beschränkungen oder knappe Finanzmittel, die keine Investitionen über den reinen Erhalt hinaus zulassen.

Um identifizierte Effizienzpotentiale in kommunalen Liegenschaften trotzdem umzusetzen, können Kommunen auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten zurückgreifen. Dazu gehören insbesondere lokale Partnerschaften mit Bürgern oder Unternehmen um Effizienzpotentiale gemeinsam zu heben. Contracting-Modelle, Crowdfunding, Genossenschaften oder andere innovative Finanzierungsmodelle machen es möglich, Projekte gemeinsam zu finanzieren und Effizienzpotentiale zu heben.

Ziele

Der Projektbaustein baut unmittelbar auf den weiteren Bausteinen des Gesamtprojektes auf. Dort werden Effizienzpotentiale in Kommunen identifiziert. Im Baustein „Finanzierung kommunaler Effizienzmaßnahmen“ wird die konkrete Umsetzung von Effizienzmaßnahmen unterstützt. Der Austausch zwischen Kommunen und potenziellen Finanzierungspartner unter den Bürgern wird gefördert und damit der Wissensaustausch gestärkt. Neben der Wissensvermittlung über Möglichkeiten der alternativen Finanzierung sollen auch Hilfestellungen für die Entscheidungsfindung auf lokaler Ebene entwickelt und zur Verfügung gestellt werden.

Bereits umgesetzte innovative Kooperationsbeispiele sollen identifiziert und das Wissen auf weitere Projekte übertragen werden. Weitere Erfahrungswerte sollen in Pilotprojekten gesammelt und deren Erfahrungen weitergegeben werden.  Unter dem Gesichspunkt der Akzeptanzförderung findet das Thema der Bürgerbeteiligung besondere Berücksichtigung.

Maßnahmen

In einem ersten Schritt werden alternative Finanzierungsmodelle und bereits umgesetzte innovative Beispiel in Praxisworkshops an kommunale Akteure vermittelt. Dabei soll das Wissen erfahrener Akteure genutzt und eine Vernetzung zwischen den kommunalen und finanzierenden Akteuren angestoßen werden.

Um mögliche finanzierende Akteure, wie beispielsweise Bürgerenergiegenossenschaften, mit Kommunen zusammenzubringen, wird eine online-basierte Kooperationsbörse geschaffen und etabliert. Neben der Wissensvermittlung zu Finanzierungsmodellen werden sich dort interessierte Akteure austauschen und Kontakt miteinander aufnehmen können.

Für identifizierte und im Rahmen der Praxisworkshops diskutierte alternative Finanzierungsmodelle sollen Leuchtturmprojekte geschaffen werden, die eine mögliche Umsetzung anschaulich machen. Dies soll gemeinsam mit Akteuren aus Praxisworkshops und Kooperationsbörse geschehen. Im Rahmen der Umsetzung von Leuchtturmprojekten wird weitere Unterstützung gegeben und deren Umsetzung begleitet.