Neues Marktanreizprogramm: Deutlich höhere Zuschüsse für Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien

Wer als Privatperson, Freiberufler oder Unternehmen Solarenergie, Biomasse oder Wärmepumpen zur Wärmeerzeugung nutzen möchte, kann zukünftig mit deutlich höheren staatlichen Zuschüssen aus dem Marktanreizprogramm (MAP) rechnen. Die Fördersätze steigen ab 1. April teilweise um bis zu 100 Prozent. Wichtigste Änderung: Das MAP soll stärker für den gewerblichen Bereich geöffnet werden, damit sich die Energiewende im Wärmemarkt auch stärker in den Betrieben abspielt. Kleinere und mittlere Unternehmen können deshalb vom MAP verstärkt profitieren und erhalten in dem für Unternehmen zugeschnittenen KfW-Teil des Programms einen sog. KMU-Bonus von 10 Prozent. Gefördert werden von der KfW der Neubau von größeren Heizwerken, die erneuerbare Energien nutzen, Tiefengeothermieanlagen und Nahwärmenetze.  

Wer mit erneuerbaren Energien heizen will, für den ist das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) der Ansprechpartner. Im Bereich Solarthermie gibt es bei kombinierter Warmwasserbereitung und Raumheizung bei Erstinstallation von Solarkollektoren mindestens 2.000 Euro; höhere Zuschüsse sind bei größeren Anlagen und der Kombination mit bestimmten Heizungsanlagen möglich. Für die Umstellung auf einen Pelletkessel mit Wärmespeicher gibt es mindestens 3.500 Euro; bei Kombination mit anderen Wärmequellen ist eine Zusatzförderung möglich. Erdwärmepumpen werden mit mindestens 4.000 Euro gefördert. Bei Kombination mit anderen förderfähigen Heizungsanlagen lässt sich der Zuschuss weiter erhöhen. Liegt die Inbetriebnahme einer nach diesem Förderprogramm geförderten Solarkollektor-, Biomasseanlage oder Wärmepumpe bereits über 3 Jahre zurück, jedoch nicht länger als 7 Jahre, kann einmalig für Maßnahmen zur Optimierung dieser Anlage ein Investitionszuschuss in Höhe von 200 Euro, höchstens jedoch in Höhe der förderfähigen Kosten, gewährt werden. Bei Bedarf ist darüber hinaus die Durchführung des hydraulischen Abgleichs oder die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem möglich. Ein hydraulischer Abgleich spart im Einfamilienhaus im Durchschnitt 100 Euro Energiekosten pro Jahr.

 

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