Energieagentur Rheinland-Pfalz initiiert mit KEA länderübergreifenden Austausch der Klimaschutzmanager

Am 18. Februar kamen in Mannheim erstmals Klimaschutzmanager aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland zusammen.

Organisiert wurde das Treffen mit 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes.

Im Mittelpunkt des Treffens stand der Erfahrungsaustausch über konkrete Projekte. Das Format des „Open Space“ ermöglichte den Teilnehmern mit möglichst vielen Berufskollegen ins Gespräch zu kommen und neue Impulse und Anregungen für die eigene Arbeit mit nach Hause zu nehmen.

Ingrid Burger, Mitarbeiterin des Umweltamts Mainz, stellte das Quartierskonzept Mainz-Lerchenberg und die „Energiekarawane für Mainzer Unternehmen“ vor. Sie empfahl den anderen Klimaschutzmanagern in der Phase der Konzepterstellung auf die Partizipation der Quartiersbevölkerung zu setzen. In Mainz-Lerchenberg hat man deshalb sechs Stadtteilforen veranstaltet, um Fragen zu beantworten und Anregungen aufzunehmen. Intensive Pressearbeit hat den Prozess begleitet.

Die Posterpräsentation der Speyerer Klimaschutzmanagerin Fabienne Mittmann befasste sich mit der Auszeichnung von energieeffizienten Betrieben im Rahmen der Klimaschutzinitiative (KISS). Ein Siegel soll Unternehmen bestärken, in betriebliche Energieeffizienz-Maßnahmen zu investieren. Wichtig, so Fabienne Mittmann, sei die Zusammenarbeit mit der kommunalen Wirtschaftsförderung, um auf das Siegel aufmerksam zu machen und um Kontakte zu den Unternehmen herzustellen. 

Teresa Karayel, Energiewendemanagerin der Verbandsgemeinde Weilerbach, informierte über das Konzept des Zero Emission Village. Sie berichtete von guten Erfahrungen, das Thema Energie über das Thema Tourismus zu kommunizieren. In Weilerbach wurden Themenpostkarten sowie eine Wander- und Radwanderkarte erstellt, die auf erfolgreiche Energieprojekte hinweisen und bekannt machen.

Die Klimaschutzmanager haben natürlich auch über Hürden gesprochen, die sich in der täglichen Arbeit und bei der Realisierung von Projekten ergeben können. Thema waren beispielsweise die Schwierigkeiten, Unternehmen für Konzepte des betrieblichen Mobilitätsmanagements zu interessieren und zur Teilnahme zu motivieren.

Neben den Projektpräsentationen konnten sich die Teilnehmer in Fachreferaten über Fördermöglichkeiten im Rahmen der Kommunalrichtlinie 2014, die Ergebnisse einer bundesweiten Online-Umfrage unter Klimaschutzmanagern und Weiterbildungsmöglichkeiten informieren.  

Am Ende des Tages stand die Einsicht, dass es sinnvoll ist und in der konkreten Arbeit in der eigenen Kommune hilft, sich weiterhin länderübergreifend auszutauschen. Es ist geplant, das Treffen der Klimaschutzmanager aus den drei Bundesländern jährlich zu veranstalten.

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