Bundesumweltministerium fördert Projekte zur Anpassung an den Klimawandel

Kommunale Leuchtturmvorhaben, Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen, Anpassungskonzepte für Unternehmen sowie Entwicklung von Bildungsangeboten – das sind die Schwerpunkte des „Förderprogramms für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ des Bundesumweltministeriums (BMUB).

In dem Programm werden Projekte gefördert, die die Fähigkeit regionaler und lokaler Akteure zur Anpassung an den Klimawandel stärken. Dies kann durch Initiativen zu Aufklärung, Dialog und Beteiligung oder durch Vernetzung und Kooperation geschehen. Das Förderprogramm richtet sich an Kommunen, Unternehmen, Bildungsträger, Vereine und sonstige Institutionen, die als Multiplikatoren bei der Bewusstseinsbildung, Informationsvermittlung und der Akteursvernetzung wirken.

Gefördert werden Vorhaben in den folgenden Bereichen:

Anpassungskonzepte für Unternehmen

Gefördert wird die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten für Unternehmen, die mögliche Risiken aber auch Chancen adressieren, die sich aus dem Klimawandel ergeben. Insbesondere kleine und mittlere sowie kommunale Unternehmen sind aufgefordert, Projektanträge zu stellen. Die Höhe der Förderung beträgt maximal 100.000 Euro, die Laufzeit der Projekte sollte zwei Jahre nicht überschreiten.

Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und Klimaanpassung

Gefördert werden die Entwicklung von regionalen und lokalen oder fachbezogenen bzw. zielgruppenorientierten Bildungsangeboten und deren pilothafte Umsetzung. Förderfähig sind Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in der beruflichen Bildung und im Ehrenamt sowie Bildungsmodule in Ausbildung, Lehre und Studium. Die Höhe der Förderung beträgt maximal 200.000 Euro, die Laufzeit der Projekte sollte zwei Jahre nicht überschreiten.

Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen

Gefördert werden Vorhaben mit Modellcharakter, welche im Zusammenhang der Entwicklung und der Umsetzung von Konzepten zur Anpassung an den Klimawandel im städtischen und ländlichen Raum innovative Formen der Kooperation erproben – z.B. zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen innerhalb eines städtischen oder ländlichen Raums oder zwischen Stadt und Land. Die Höhe der Förderung beträgt maximal 300.000 Euro, die Laufzeit eines Projekts beträgt in der Regel drei Jahre.

 Die Projektkosten müssen mindestens 20.000 Euro betragen. Die Zuwendung wird vom BMUB als Zuschuss gewährt, der nicht zurückbezahlt werden muss. Investive Maßnahmen werden nicht gefördert. Die Vorgaben des Beihilferechts sind zu beachten. Das Antragsverfahren ist zweistufig: Projektskizzen können bis zum 31. Oktober 2015 beim Projektträger Jülich eingereicht werden.

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