Thema "Energie- und Klimaschutzmanagement" in Kommunen

Bürgermeister Axel Wassyl: "Unser Angebot muss niederschwellig sein!"

Axel Wassyl, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich, Foto: privat

Offenbach an der Queich ist eine von 12 rheinland-pfälzischen Kommunen, die sich erfolgreich am Pilotprojekt  „Energie- und Klimaschutzmanagement“ von dena und Energieagentur Rheinland-Pfalz beteiligt. Die südpfälzische Verbandsgemeinde hat die interne Arbeitsgruppe der Verwaltung um einen durch Bürger besetzten externen Arbeitskreis erweitert und damit gute Erfahrungen gemacht.

Im Interview mit der Energieagentur begründet Axel Wassyl, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Offenbach/Queich, warum er beim Thema Klimaschutz-Management auch auf das Wissen seiner Bürger setzt.

Energieagentur: Wie kamen Sie auf die Idee, sich aus dem Umfeld Ihrer Bürger zusätzlichen Input für das Thema Energiemanagement  zu holen?

Axel Wassyl: Einerseits war es die feste Überzeugung, dass Energieeinsparung und Klimaschutz ohne Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene nicht funktioniert. Andererseits beschäftigen sich viele MitbürgerInnen mit dieser Thematik, so dass man auf der Ideen und Sachverstand nicht verzichten sollte.

Wie fällt Ihr Fazit nach gut einem Jahr aus? Hat sich Ihr Ansatz Ihrer Meinung nach bewährt oder würden Sie im Rückblick etwas anders machen?

Mittlerweile hat sich ein Arbeitskreis mit einem festen Teilnehmerkreis gebildet, in dem Projekte fachlich fundiert und detailliert diskutiert und angestoßen werden. Die offene Gruppe bietet jedem/r Interessierten jederzeit die Möglichkeit zur Teilnahme, was sich durchaus bewährt hat.

Haben Sie durch die Bürgerarbeitsgruppe Erkenntnisse für Ihre Verbandsgemeinde gewonnen, die Sie ohne die Bürgerbeteiligung so nicht gewonnen hätten?

Bei Bauprojekten beispielsweise werden die Planungen der Fachingenieure kritisch hinterfragt und so manches Detail beleuchtet. Dadurch wurden schon gelegentlich Erkenntnisse gewonnen, die zu Korrekturen geführt haben.

Wie haben Sie Ihre Bürger davon überzeugt, sich aktiv bei dem sicher erklärungsbedürftigen Thema „Energie- und Klimaschutzmanagement“ einzubringen?

Sehr viel Überzeugungsarbeit war nicht erforderlich. Diejenigen, die an der Thematik interessiert sind engagieren sich gerne. Man muss das Angebot eben niederschwellig halten. Niemand darf den Eindruck haben, er bekomme zusätzliche Arbeit oder irgendwelche Verpflichtungen auferlegt.

Glauben Sie, dass Ihr Ansatz auch auf andere Kommunen übertragbar ist?

Das Potential ist zweifellos in anderen Orten auch vorhanden, so dass die Übertragbarkeit durchaus gegeben ist. Anfangs muss man vielleicht etwas Geduld haben.

Kontakt: Axel Wassyl, E-Mail: a.wassyl(at)offenbach-queich(dot)de

 

Interviewfragen: Markus Frey

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