Trierer Mensa-Gäste können mit "Klima-Button" Wald schützen

Andreas Wagner (links), Geschäftsführer im Studiwerk Trier markierte die ersten „Mensa-Bäume“ gemeinsam mit Dr. Tobias Büttner (rechts), dem Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz im Stadtwald der Vereinigten Hospitien auf dem Kockelsberg in Trier, Bild: Studiwerk Trier

Mit einem Klick auf einen "Klima-Button" können Trierer Studierende an den Mensa-Kassen ein nachhaltiges Baumprojekt im Stadtwald unterstützen. Ein freiwilliger Klick bedeute, dass fünf Cent zusätzlich gezahlt würden, die dann an das Projekt gingen, teilte das Studiwerk Trier am Freitag mit. Bis Ende 2022 habe es mehr als 7000 solcher Klicks gegeben. Das Projekt war im vergangenen Sommer an Mensa-Kassen zum Selbst-Auschecken gestartet worden.

"Nur wer weiß, welchen CO2-Fußabdruck welches Essen hinterlässt, kann sich gezielt für eine klimafreundliche Ernährung, etwa mit saisonalen Produkten, entscheiden", teilte Tobias Büttner, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, am Freitag anlässlich eines Ortstermins im Trierer Stadtwald mit. "Deshalb hoffe ich, dass die gemeinsame Aktion des Studiwerks, der Stiftung Vereinigte Hospitien und des Forstamtes Trier viele Nachahmer findet."

Mit der "CO2-Abgabe" werden für das Projekt einzelne Bäume in "ökologisch wertvollen Biotop-Baumgruppen" aus der Bewirtschaftung genommen. Das heißt, sie werden nicht gefällt, können weiter wachsen und Kohlendioxid aufnehmen. Pro Baum fielen 200 Euro an, zum Start des Projekts seien zunächst drei Bäume im Stadtwald markiert.

Mit dem Projekt sei das Studiwerk Trier ein Vorreiter beim "ortsnahen Klimaschutz" in Deutschland geworden, teilte Geschäftsführer Andreas Wagner mit. Mensagäste hätten mit einem Klick die Möglichkeit, den durchschnittlichen Kohlendioxidpreis, der mit der Herstellung eines Essens verbunden sei, zusätzlich zu zahlen.

Quelle: dpa