Klimaschutz ist Teamarbeit: Zusammenarbeit mit VG Nastätten

Bild: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz

Klimaschutz ist eine langfristige Aufgabe – und gelingt besonders dann, wenn Kommunen und Landesenergieagenturen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Die VG Nastätten arbeitet deshalb bereits seit mehreren Jahren eng mit der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz (EKA.rlp) zusammen. Aus einer ersten Beratung zu Zielen und Maßnahmen im Auftaktworkshop zum Kommunalen Klimapakt im April 2024 hat sich inzwischen eine vertrauensvolle und kontinuierliche Zusammenarbeit entwickelt, durch die zahlreiche Projekte möglich wurden.

Klimaschutz bekommt ein Gesicht

Ab Juni 2024 wurde mit der Ausschreibung und schließlich der Besetzung der Stelle des Klimaschutzmanagements in der VG Nastätten eine wichtige strategische Weichenstellung vorgenommen. Die EKA.rlp unterstützte in diesem Prozess bei der Einwerbung von Bundesfördermittel und bei der Ausschreibung der Stelle. Schließlich konnte Johanna Liebl als engagierte Klimaschutzmanagerin eingestellt werden. 

In der Folge wurden mehrere klimapolitische Aufgabenstellungen strategisch gebündelt: Zu nennen sind die Zielsetzungen des Kommunalen Klimapakts, des Klimaschutzmanagements und der Kommunalen Wärmeplanung. Dadurch erhielt der kommunale Klimaschutz nicht nur klare Zuständigkeiten, sondern auch zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen. 

Gemeinsam neue Wege gehen

Die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz wurde anschließend auch bei weiteren ambitionierten Vorhaben als fachliche Ansprechpartnerin hinzugezogen. „Ohne die vielseitige Beratung durch die Kolleginnen und Kollegen der EKA.rlp hätte ich mich in meiner Anfangszeit als Klimaschutzmanagerin nicht so schnell in alle Themenbereiche gleichzeitig einarbeiten können, um direkt dort anzusetzen, wo die Ortsgemeinden meine Arbeit am meisten brauchen. Auch bei neuen Wegen – sei es bei der kombinierten Vergabe von Klimaschutzkonzept und kommunaler Wärmeplanung oder bei der Umsetzung von Windenergieprojekten unter den aktuell sehr komplexen, sich verändernden planungsrechtlichen und energiewirtschaftlichen Bedingungen – ist es besonders wertvoll, externe Unterstützung zu erhalten.“ berichtet Johanna Liebl. 

Von der Idee zur Umsetzung

Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Jahren bis zu 16 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Nastätten in unterschiedlichen Stadien der Umsetzung von Windenergieprojekten begleitet. Auch bei der Beantragung von Fördermitteln und der Ausschreibung von Elektrofahrzeugen für die kommunale Flotte über KIPKI wurde die Verbandsgemeindeverwaltung von der EKA.rlp unterstützt. 

Ebenfalls sehr hilfreich waren die zahlreichen Handreichungen und unterstützenden Berechnungstabellen, beispielsweise für die Wirtschaftlichkeitsberechnung von PV-Dachanlagen. Parallel dazu hat die Kommune unter Einbindung der EKA.rlp Überlegungen zur Weiterentwicklung der organisatorischen Strukturen im Bereich Energie und Klimaschutz angestellt. 

Mit neuen Strukturen die Energiewende gestalten

So wurde nach 14 Monaten intensiver Vorbereitungszeit am 15. September die Anstalt öffentlichen Rechts „Blaues Ländchen – Unsere Energie“ (AöR) gegründet, mit der neue Handlungs- und Steuerungsmöglichkeiten für die Umsetzung von erneuerbaren Energieprojekten in der Verbandsgemeinde Nastätten geschaffen werden.

Bürgerengagement als Teil des Klimaschutzes

Die Gründung einer solchen AöR wiederum ist nur eine von vielen Maßnahmen im kürzlich finalisierten Klimaschutzkonzept der VG Nastätten, welches im Oktober der Öffentlichkeit präsentiert wird. Neben den üblichen Maßnahmen der Sektoren Mobilität, Gewerbe und öffentlicher Verwaltung erhält auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für den Klimaschutz und die Energiewende einen festen Platz in diesem Konzept. 

Damit würdigt die Kommune die wichtige Rolle des Ehrenamts und schafft zugleich eine Grundlage dafür, dieses Engagement künftig noch stärker in die kommunale Klimaschutzarbeit einzubeziehen. Die kommunale Steuerung und gesamtgesellschaftliche Ausgestaltung von Klimaschutz werden als Leitmotive in Nastätten somit deutlich. 

Das Anschlussvorhaben ist bereits beschlossen und bewilligt, sodass der Weiterbeschäftigung der Klimaschutzmanagerin und der Umsetzung der Maßnahmen innerhalb der nächsten drei Jahre nichts im Wege steht. Für das Monitoring dieser Klimaschutzmaßnahmen bis 2029 wird die Verbandsgemeinde Nastätten das von der Energie- und Klimaschutzagentur entwickelte Tool KliMaCo einsetzen.

Gemeinsam langfristig Wirkung entfalten

„Klimaschutz ist für uns keine kurzfristige Maßnahme, sondern eine dauerhafte kommunale Aufgabe. Die Zusammenarbeit mit der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz hat uns dabei geholfen, aus unseren Zielsetzungen konkrete Strukturen und Projekte zu entwickeln. Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieser Zusammenarbeit!“, sagt Jens Güllering, Bürgermeister der VG Nastätten.

Auch Benjamin Herrmann, Abteilungsleiter der Regionalbüros der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz hebt die langfristige Zusammenarbeit hervor: „Die Verbandsgemeinde Nastätten beweist: Durch strategische Zusammenarbeit entsteht wirksamer kommunaler Klimaschutz. Der Schlüssel liegt in der langfristigen, projektübergreifenden Abstimmung – so bleiben Ziele und Anforderungen für alle Beteiligten stets transparent.“