Förderprogramm „Förderung von ehrenamtlichen Reparaturinitiativen“

Bild: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz

Das Bundesumweltministerium unterstützt Reparatur-Cafés und Selbsthilfewerkstätten.

Ab dieser Woche können ehrenamtliche Reparatur-Initiativen bis zu 3.000 Euro Unterstützung beantragen. Das Bundesumweltministerium setzt das erfolgreiche Programm "Reparieren statt Wegwerfen" fort und stellt hierfür insgesamt 3 Millionen Euro zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen ehrenamtliche Gruppen, die Verbraucherinnen und Verbrauchern dabei helfen, defekte Produkte wieder flott zu machen. Die Frist für Anträge läuft bis zum 30. Oktober 2026. Am 29. September 2026 fand eine Informationsveranstaltung statt. Die Folien der Veranstaltung und eine Anleitung zur Antragsstellung findet man auf der Webseite der Reparaturinitiativen-Förderung.

Wer kann einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind bestehende, aktive, ehrenamtlich organisierte Reparaturinitiativen. Hierunter fallen auch Initiativen, die nicht den Organisationsgrad eines eingetragenen Vereins erreicht haben. Zusätzlich können Trägervereine und Untergliederungen von Vereinen, Studierendenwerke, Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus sowie deren Stiftungen einen Antrag stellen, sofern sie keine gewerblichen Reparaturangebote betreiben. Die Antragsberechtigten dürfen keine Förderung im ersten Förderprogramm des Bundes erhalten haben.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind insbesondere Investitionen in Ausstattung und Materialien, Ausgaben für Räume, Betrieb, Personal und Öffentlichkeitsarbeit sowie Qualifizierungs-, Fortbildungs- und Vernetzungsmaßnahmen.

Wie hoch ist die Förderung?

Bis zu 3.000 € als einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Fehlbedarfsfinanzierung. Die bewilligten Mittel müssen innerhalb von acht Monaten nach Auszahlung, spätestens jedoch bis zum 30.06.2027, für die bewilligten Zwecke verwendet werden.

 

„Wenn alle so leben würden wie wir es derzeit in Deutschland tun, bräuchten wir drei Planeten. Echte Nachhaltigkeit erreichen wir erst dann, wenn wir die Belastungsgrenzen unserer Erde respektieren. Das bedeutet zum Beispiel mehr reparieren statt immer neue Produkte zu kaufen. Das ist gut für die Umwelt, gut für den Geldbeutel, aber es kann auch Freude machen. Darum fördern wir im ganzen Land ehrenamtliche Reparatur-Cafés und Selbsthilfewerkstätten, in denen Menschen sich gegenseitig beim Reparieren helfen können. Das sind oft wichtige Orte der Begegnung, wo Nachhaltigkeit ganz konkret gelebt wird", erklärt Bundesumweltminister Carsten Schneider.