Seit dem 1. Oktober 2025 sind Maela Le Guernic und Camille Roméo als DFÖJ-Freiwillige (Deutsch-Französisches Ökologisches Jahr) bei der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz tätig. Im Rahmen ihres Freiwilligendienstes haben sie die Möglichkeit, ein eigenes Bildungsprojekt zu entwickeln und eigenständig umzusetzen – begleitet durch fachliche Unterstützung der Energieagentur.
„Wir wollten ein Projekt für Gymnasiasten entwickeln, da wir dort unsere Kreativität am besten entfalten konnten“, berichten die beiden. Gleichzeitig wollten sie gezielt die „Akteure des Wandels von morgen“ ansprechen: Schülerinnen und Schüler.
Das Projekt wurde im Rahmen einer Projektwoche im Juni 2026 am Albert-Schweitzer-Gymnasium Kaiserslautern in drei 10. Klassen durchgeführt. Dabei entwickelten Maela und Camille zwei interaktive Unterrichtseinheiten rund um Klimaschutz und Energiewende.
Workshop 1: Klimawandel und Energiewende spielerisch vermitteln
Der erste Workshop vermittelte Grundlagen zum Klimawandel und zur Energiewende auf spielerische Weise. Ein Quiz mit Daten auf lokaler (Rheinland-Pfalz), nationaler und internationaler Ebene bildete den Einstieg. Anschließend wurde im Rahmen eines „Galgenspiels“ Fachvokabular aus der Arbeit der Energieagentur erraten und gemeinsam erklärt – darunter Begriffe wie „Agri-Photovoltaik“, „industrielle Abwärme“ oder „natürliches Klimaschutzkonzept“. Durch Gamification wurden komplexe Inhalte niedrigschwellig vermittelt und verständlich gemacht.
Workshop 2: Gedankenexperiment zur nachhaltigen Gesellschaft
Der zweite Workshop bestand aus einem Gedankenexperiment und anschließender Gruppenarbeit. Ausgangspunkt war die Leitfrage: „Wie können wir gemeinsam eine nachhaltige Gesellschaft gestalten?“ Die Schülerinnen und Schüler stellten sich eine Zukunft vor, in der sie ohne Erinnerung an ihre bisherige soziale Rolle „neu anfangen“ mussten. In Gruppen erarbeiteten sie Lösungen zu den Bereichen Ernährung und Landwirtschaft, Bauwesen und Lebensraum, Verkehr, Energie sowie Wirtschaft. Die Ergebnisse wurden kreativ in Form von Zeichnungen, Listen, Schemata oder Präsentationen aufbereitet und anschließend im Plenum vorgestellt und diskutiert.
Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler fielen durchweg positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die interaktive Gestaltung der Workshops sowie das Gedankenexperiment als origineller Zugang zu komplexen Themen.
Auch das pädagogische Team der Schule unterstützte das Projekt engagiert. Die Projektverantwortlichen bedanken sich insbesondere bei Frau Leppla für die gute Koordination und Begleitung vor Ort.
Fazit: Ein bereicherndes Projekt mit nachhaltiger Wirkung
Maela zieht ein positives Fazit: „Die Arbeit mit den Schülern hat uns gezeigt, wie sensibel junge Menschen auf den Klimawandel reagieren.“ Auch Camille betont den Mehrwert: „Dieses Projekt war sowohl beruflich als auch persönlich sehr bereichernd. Es tut gut zu sehen, dass man Interesse an komplexen Themen wecken kann.“
Von den Workshops zur Kommune von morgen
"Wie könnte eine rheinland-pfälzische Gemeinde in Zukunft aussehen?" - Diese Frage stand sinngemäß auch im Mittelpunkt der von Maela und Camille entwickelten Workshops. Im Gedankenexperiment zur nachhaltigen Gesellschaft setzten sich die Schülerinnen und Schüler genau damit auseinander: Wie wollen wir künftig leben, wohnen, uns ernähren, uns fortbewegen und Energie erzeugen?
Auch wir haben für kommunale Entscheider ein interaktives Zukunftsbild entwickelt – als Inspiration für echte Veränderungen. Es greift damit zentrale Themen auf, die auch in den Workshops behandelt wurden, wie erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und gemeinschaftliches Leben vor Ort. Hinter jeder Idee stehen reale Beispiele aus der Praxis, die heute schon zeigen: Der Wandel ist möglich.
Entdecken Sie durch einen Klick auf die Hotspots, wie diese Zukunftsvision konkret werden kann und welche Ansätze bereits heute in rheinland-pfälzischen Kommunen umgesetzt werden.