Über 900 Teilnehmende beim 16. Deutschen Nahverkehrstag
Vom 23.06. bis zum 25.06. hat das rheinland-pfälzische Ministerium des Inneren, für Integration und Verkehr zum “16. Deutschen Nahverkehrstag” in die Rhein-Mosel-Halle nach Koblenz eingeladen. Etwa 900 Teilnehmende aus Politik, Kommunen, Verkehrsunternehmen, Verbänden sowie anderen Institutionen kamen zusammen, um sich über die derzeitigen Herausforderungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) auszutauschen. Der Nahverkehrstag fand in diesem Jahr unter dem Motto „30 Jahre Regionalisierung – Nah gedacht, weit gekommen?” statt und bot rund 150 Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden zu Themen wie Wettbewerb, Finanzierung, Infrastruktur, Fahrzeuge, Personalgewinnung sowie Sicherheit. Eröffnet wurde der Nahverkehrstag von Staatssekretär Markus Wolf, der sagte: „Die Regionalisierung des ÖPNV hat den Ländern in den vergangenen 30 Jahren die Möglichkeit gegeben, den öffentlichen Nahverkehr gezielt an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort auszurichten. Gerade in einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz ist ein leistungsfähiger ÖPNV ein entscheidender Standortfaktor und Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse. Unser Anspruch ist es, Mobilität in den Städten ebenso wie in den ländlichen Regionen für alle Menschen verlässlich und zugänglich zu gestalten. Dafür brauchen wir ausreichend Fachkräfte und hohe Sicherheitsstandards. Nur so können wir den öffentlichen Nahverkehr als tragende Säule der Daseinsvorsorge weiter stärken und den Menschen auch künftig ein attraktives Mobilitätsangebot machen.“
Vortragspanel zu alternativen Antrieben
Auch die Lotsenstelle für alternative Antriebe wirkte im Rahmen eines Vortragspanels zu klimafreundlichen Bussen am Nahverkehrstag mit und stellte das Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz (SaubFahrzeugBeschG) aus Perspektive des Landes Rheinland-Pfalz vor. Dabei ging Marc Lorscheider unter anderem darauf ein, dass die Beschaffungsquote im ersten Referenzzeitraum auf Bundesebene mit ca. 40 % an sauberen Bussen nicht die erforderlichen 45 % erreicht hat. Die Quote ist auf der Website der NOW GmbH einsehbar. Im Anschluss referierte Thoralf Knote vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI zu den Herausforderungen der Betriebshofumstellung hin zu batterieelektrischen Bussen. Des Weiteren stellte Christian Rauen von der SWT AöR das Energiemanagement für die Elektrobusse der Stadtwerke Trier vor. Zuletzt gab Bernhard Ehmann, Geschäftsführer der Nahverkehrsbetriebe Birkenfeld GmbH, Einblicke zur batterieelektrischen Fuhrparkumstellung aus Sicht eines mittelständigen Unternehmens. Moderiert wurde das Panel von Matthias Paul vom Ministerium des Inneren, für Integration und Verkehr Rheinland-Pfalz.