Seit dem Herbst 2025 geht die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz auf Tour: Mit der „Vor-Ort-Tour“ besucht unser Geschäftsführer Dr. Tobias Büttner gemeinsam mit dem Team Landkreise und Kommunen, um erfolgreiche Projekte der Energiewende und des Klimaschutzes sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen der direkte Austausch mit Landrät:innen und Oberbürgermeister:innen sowie die gute Zusammenarbeit mit den kommunalen Akteuren.
In diesem Rahmen stellen wir Projekte aus den Kommunen vor, die zeigen, wie Klimaschutz in Rheinland-Pfalz gelingt.
Projekt: Abwasserwärmenutzung
Ort: VG Ruwer
Themenfeld: Wärmewende, Abwasserwärme, Kommunale Wärmeplanung
In der Verbandsgemeinde Ruwer rückt ein bislang wenig genutztes Potenzial in den Fokus der Wärmewende: die Nutzung von Abwasserwärme. Im Klärwerk Mertesdorf wurde hierzu eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, deren Ergebnisse vielversprechende Ansätze für eine nachhaltige Wärmeversorgung aufzeigen. Die Analyse wurde bereits durch das Kompetenzzentrum der Energieagentur Rheinland-Pfalz geprüft und als plausibel bewertet.
Im nächsten Schritt geht es nun darum, die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis zu überführen. Ende März findet in Mertesdorf eine durch die Energie- und Klimaschutzagentur moderierte und fachlich unterstütze Informationsveranstaltung statt, bei der potenzielle Anschlussnehmer über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen eines Wärmenetzes auf Basis von Abwasserwärme informiert werden.
Die Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt die Verbandsgemeinde Ruwer dabei sowohl fachlich als auch in der konkreten Projektumsetzung. In der Fachberatung stehen insbesondere die Bewertung der vorliegenden Machbarkeitsstudie, die Abstimmung mit weiteren Akteuren sowie die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells im Mittelpunkt. Außerdem unterstützt die Energieagentur mit ihrer anbieterneutralen Fachkompetenz bei politischen Beschlussprozessen. Ziel ist es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte zu schaffen. Auch bei der Vorbereitung und Antragstellung für Fördermittel – etwa im Rahmen des BEW Modul 2 – steht die Energie- und Klimaschutzagentur der Kommune beratend zur Seite.
Das Projekt in Mertesdorf zeigt exemplarisch, wie innovative Ansätze zur Wärmenutzung auf kommunaler Ebene konkret vorangebracht werden können – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende.