25.07.2014

Vortragsreihe „Energiewende im Wärmebereich“ startete mit Veranstaltung zur EEG-Novelle

Am 22. Juli 2014 fand die Auftaktveranstaltung zur Vortragsreihe  „Energiewende im Wärmebereich“, die gemeinsam vom Regionalbüro Eifel-Ahr der Energieagentur Rheinland Pfalz und der Sanitär-Heizung-Klima-Innung Ahrweiler organisiert wird, statt. Sie widmete sich insbesondere den Auswirkungen der Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf den Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Rund 25 Interessierte waren in die Kreisverwaltung Ahrweiler gekommen um sich zum Thema zu informieren. In seinem Grußwort zeigte sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler erfreut über die Zusammenarbeit der Handwerksbetriebe und ihrer Innung mit der Energieagentur zur Energiewende im Wärmebereich. Der stellvertretende Obermeister Bernd Münch betonte, dass die Energiewende ganz entscheidend durch das Thema Wärme beeinflusst wird. Dabei stehe vor allem der Austausch veralteter Heiztechnik im Vordergrund.

Die Auswirkungen der Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014 auf den Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Anlagen erläuterte Thorsten Henkes von der Energieagentur Rheinland Pfalz: Da in KWK-Anlagen neben Wärme auch Strom produziert wird, kommt auf die Betreiber ab einer bestimmten Leistungsgrenze eine verpflichtende Direktvermarktung des Stromes zu. Bei Eigenverbrauch des erzeugten Stromes wird,  abhängig von der installierten Leistung,  der Anteil des eingespeisten Stromes EEG-Umlagepflichtig. Bis Ende 2015 gilt, dass bei hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen 30 % der EEG-Umlage fällig werden.
Die Änderungen im EEG werden Auswirkungen auf das  Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz haben, dieses regelt unter anderem die Zuschlags-  und Förderhöhe.
Wichtig für die Planung einer KWK-Anlage ist eine präzise Ermittlung des Gebäude-Energiebedarfes.
Der Vortrag zum Download

Dieter Decker von der Firma Vaillant erläuterte das Potenzial der Blockheizkraftwerken (BHKWs) und den Entwicklungsstand von Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit Brennstoffzellentechnologie.  Bei dieser Technologie wird Strom und Wärme in einem anderen Verhältnis zueinander produziert. Dies hat Auswirkungen auf die Auslegung für einen gegebenen Gebäude-Energiebedarf. Die Geräte haben einen hohen Wirkungsgrad, sind wartungsarm und erzeugen weder Geräusche noch Vibrationen. Die Einsatzgebiete für die klassische Mikro-BHKW–Reihe sind sowohl Ein- als auch Mehrfamilienhäuser und größere Wohngebäude. Ein Eigenverbrauch des erzeugten Stromes sollte immer angestrebt werden. Anhand von Beispielen, darunter ein Hotel,  wurden die Einsatzbereiche verdeutlicht.
Der Vortrag zum Download

Die nächste Veranstaltung der Reihe findet am  28.10.2014 in der Verbandsgemeinde Brohltal statt.