10.03.2015

Strohballenhaus am Pulvermaar

Eingangsbereich des Strohballen-Hauses

Ökologisches Bauen war dem Bauherren, Herrn Bernd Hein, das zentrale Anliegen für dieses Projekt. Ein Ferienhaus in dieser Bauausführung soll im Gesundland Vulkaneifel auch drinnen für Gesundes Wohnen sorgen. Der diffusionsoffene Lehmputz sorgt für ein hervorragendes Wohnraumklima. Lehm ist feuchteregulierend, bindet Geruchs- und Schadstoffe und ist unendlich wiederverwertbar.

Das Strohballenhaus verbraucht in dieser Bauausführung 1/35 vom Primärenergieverbrauch eines Hauses in herkömmlicher Bauweise. Bemerkenswert ist zudem, dass die Baukosten denjenigen eines herkömmlichen Hauses entsprechen. Dazu kommt der Aspekt der regionalen Wertschöpfung: das Stroh kommt aus der Region, der planende Architekt und die bauausführenden Betriebe sind in der Region angesiedelt.

Die Strohballenwände haben hervorragende wärmeisolierende Eigenschaften. Das Haus kommt in dieser Bauausführung ohne Heizung aus – im ersten Winter reichte ein kleiner 1 kW-Heizlüfter um bei Bedarf die Wohnraumtemperatur auf 20 °C zu halten.

Es gibt Beispiele von Häusern in dieser Bauweise, die mehr als 100 Jahre alt sind. Falls man sie nicht mehr bewohnen wollte, könnten alle Materialien schonend recycelt werden: z.B. durch Kompostierung.