19.02.2016

Remagen spart Strom: Energieverschwender haben bei Stromdetektiven keine Chance

Sie dürfen sich jetzt voller Stolz „Stromdetektive“ nennen - die 18 Grundschüler der vierten Klasse in Remagen-Kripp, die von der Energieagentur Rheinland-Pfalz ihre Urkunden erhalten haben. Im Rahmen der der Aktion „Remagen spart Strom“, die Bürgermeister Herbert Georgi gemeinsam mit der Energieagentur in den Grundschulen voranbringt, waren sie geschult worden - und bewiesen nach kurzer, aber intensiver detektivischer Tätigkeit ihre Fähigkeiten als Spürnasen gegen Energieverschwendung.

Die Viertklässler der Grundschule Kripp bekamen im Rahmen des Schulunterrichts von der Energieagentur eine Einführung zum Thema Strom und wurden mit Strommessgeräten vertraut gemacht. Jeder Schüler durfte über das Wochenende ein Strommessgerät mit nach Hause nehmen und die Stand-by-Verbräuche von Elektrogeräten messen. In einer „Checkliste“, die die Energieagentur den Kindern an die Hand gab, konnten sie und ihre Eltern Tipps nachlesen, und auch die Umrechnung von eventuellen überflüssigen Verbräuchen in Kosten stand als freiwillige Hausaufgabe an. 

Viel Geld für Standby

In einer weiteren Schulstunde wertete Anna Jessenberger von der Energieagentur die Mess-Ergebnisse mit den Kindern aus - und sie erarbeiteten weitere Energiespartipps. „Einige Schüler kamen gemeinsam mit dem Eltern zu dem Ergebnis, dass die Stand-by-Verbräuche zu viel Geld kosten und sie jetzt öfter die Stecker der Geräte ziehen werden“, sagt Anna Jessenberger. Ein älteres Fernsehgerät beispielsweise hatte einen Standby-Verbrauch von 20 Watt und kostet damit etwa 40 € im Jahr. Viel Geld für nichts, fanden die Schüler.

„Die Stromdetektiv-Aktion hat unseren Unterricht bereichert“, berichtet Martina Hewel-Brüggert, Klassenlehrerin der 4. „Die Kinder waren mit großem Eifer dabei, und auch viele Eltern entwickelten nach den Erzählungen der Kinder Enthusiasmus beim Nachmessen, welche Geräte Strom schlucken, obwohl sie ausgeschaltet sind.“ Die „Stromdetektive“ wussten bereits viel; und sind jetzt noch stärker sensibilisiert für den sparsamen Umgang mit Energie.