23.09.2016

Führung durch das Blockheizkraftwerk der Ahrtalwerke im Rahmen der Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: ein Land voller Energie“.

Dirk Jansen nimmt die Plakette der Aktionswoche 2016 entgegen

Bad Neuenahr-Ahrweiler, 23.09.2016: Auch diese Zahl lässt sich schon sehen - 820 Besucher sind bereits durch die Heizzentrale am Dahlienweg gelaufen. Mehr noch: sie haben die 2800 PS und je 12 Zylinder in Aktion  erlebt. Diese Blockheizkraftwerke (BHKW) verbrauchen so viel Gas pro Stunde wie ein Einfamilienhaus pro Jahr. Allerdings versorgen sie entsprechend viele Endverbraucher mit Wärme. Einer der Bürgermeister des Landkreises bemerkte vor einiger Zeit, man habe aus 100 Schornsteinen einen einzigen gemacht. Mit einem BHKW wird neben Wärme auch Strom produziert, den die Ahrtalwerke ins Netz einspeisen und verkaufen.

Dirk Jansen, Abteilungsleiter bei den Ahrtalwerken erläuterte den Besuchern die Vorgeschichte und den Weg von der Entscheidung zur Gründung bis hin zur jetzigen Ausbaustufe mit drei BHKW´s, vier großen Pufferspeichern, der alten Heizzentrale in der Beethovenstraße. Insgesamt wird die Wärme über 3,8 km transportiert, besonders günstig war es jedoch, dass große Wärmekunden direkt in der Nachbarschaft angeschlossen werden konnten. Für manche Privatkunden wurden bereits bei straßenbaulichen Maßnahmen vorsorglich Abzweigungen mitverlegt. Bei deren späteren Anschlussüberlegungen kann die Wärmeversorgung über Fernwärme dann sehr einfach und schnell vorgenommen werden.

Stolz ist Dirk Jansen auch darauf, dass über das ganze Leitungsnetz nur 6 Prozent Wärmeverluste zu verzeichnen sind. Bei älteren Fernwärmenetzen liegt dieser Verlust schon mal bei 15 Prozent. Fernwärme ist dann interessant, wenn ein Privatkunde beispielsweise die vermiedenen Kosten für Heizungswartung oder auch einen vielleicht erforderlichen Heizungstausch mit in den Wärmebezugspreis einrechnet. Und – die Ölpreise und Gaspreise, die für die eigene Heizung im Keller relevant sind, bleiben möglicherweise nicht auf dem momentanen niedrigen Niveau. Anschlussanfragen von größeren Mietwohnungs-Neubauprojekten gibt es bereit. Gut dass die Ahrtalwerke für Erweiterungen vorgesorgt haben.