21.03.2016

Erneuerbaren Strom speichern

Julia Badeda von der RWTH Aachen mit Klaus Karpstein und Rainer Doemen vom Solarverein Goldene Meile e.V.

Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen, 21.03.2016. Der Solarverein Goldene Meile e.V. hatte zum 7. Mini-Symposium in die Rheinhalle in Remagen eingeladen. Thema des Abends: „Erneuerbaren Strom speichern“ mit der Referentin Julia Badeda von der RWTH Aachen und Stephan Grüger, einem Vorstandsmitglied von Eurosolar.

Die Verringerung von Treibhausgasen, allen voran Kohlendioxid, ist ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz. Die lokale Produktion von Energie aus erneuerbaren Energiequellen trägt in erheblichem Maß dazu bei. Langfristig muss  die Frage der Speicherung der fluktuierenden Energie geklärt werden, um die Netzstabilität zu gewährleisten.

Erneuerbare Energie-Anlagen wie Photovoltaik-Anlagen speisen meistens ins regionale Niederspannungsnetz ein und benötigen von daher andere System- und Speicherlösungen als die großen Erneuerbare-Energie-Anlagen wie beispielsweise Offshore-Windkraftanlagen.
Im regionalen Kontext können z.B. bedarfsgesteuerte Biogasanlagen oder auch stromgeführte Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen als flexible Erzeugungstechnologien zur Netzstabilität beitragen.
Am Markt sind verschiedene Speichertechnologien vorhanden, darunter Redox-Flow Batterien, Blei-, Lithium,- oder auch Natrium-Nickel-Chlorid-Batterien.
Diese Batteriespeichersysteme werden überwiegend auf der Verteilnetzebene eingesetzt und können dort für Entlastung sorgen. Besitzer von Photovoltaikanlagen tragen durch Erhöhung der Eigenstromversorgung zur Entlastung und Netzstabilisierung auf der Niederspannungsebene bei. Auch durch einen netzdienlichen Betrieb von Batteriespeichern – der Speicher wird erst zu bestimmten Zeiten gefüllt -  wird ein Beitrag zur Netzstabilisierung erreicht.

Julia Badeda zeigte auf, dass die Endverbraucherpreise bei Lithium-Ionen-Batterien innerhalb der letzten Jahre stärker gesunken sind als diejenigen für Blei-Batterien und sich deren Preis annähert. Der Marktanteil der Lithium-Ionen-Batterien hat sich dagegen stark erhöht.

Die KfW-Bank hat das Förderprogramm 275  „Speicher“ wieder aufgenommen, aus dem seit dem 01. März 2016 zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse gewährt werden.

Direkt von der IHRES 2016 kommend erläuterte Stephan Grüger von Eurosolar dass für die Zielerreichung der Bundesregierung bezüglich der Reduktion der Emissionen ein konsequenter Energiewechsel erforderlich ist. Wichtig sei die Schaffung von sinnvollen regulatorischen Rahmenbedingungen und eine neue Energiemarktordnung.

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