05.12.2016

Effizientes Heizen mit Holz - Der WEGE-Zirkel Energie lud ein

Der Trend zur Befeuerung der Heizung oder zum unterstützenden Heizen mit dem Brennstoff Holz hält an. Bei der Nutzung ist aber auf Energieeffizienz zu achten. „Wie verbrenne ich Holz am effektivsten“ - diese Frage beschäftigt die Leute zunehmend. Antwort auf diese Frage gab Schornsteinfegermeister Achim Bürger jetzt im Forum in Daun. Der Vortrag war eingebunden in die Vortragsreihe des WEGE-Zirkel Energie der Verbandsgemeinde.

„Fehler in der Handhabung des Brennstoffes und in der Bedienung der Öfen sind sehr oft Ursache für unerwünschte Emissionen“, erläutert Achim Bürger, „weniger die Technik.“ Der Themenabend informierte über aktuelle Ofentypen, Anforderungen an den Brennstoff, die richtige Lagerung und sogar zum richtigen Anfeuern. Viele Öfen sind überdimensioniert und nicht dem Bedarf angepasst, können demnach auch nicht effizient arbeiten. Auch der parallele Betrieb von Dunstabzugshauben kann zur Gefahr werden oder Fehlfunktionen des Heizsystems verursachen. Wie Schornsteine und das Abluftsystem gestaltet sein sollten, wurde erklärt.

Vielen nicht bekannt: Die aktuellen Grenzwerte nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz, das auch für Kamin- und Kachelöfen höhere Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb stellt. Ziel der Bestimmung ist natürlich die effiziente und emissionsarme Energieumwandlung. Ordnungswidrigkeiten werden geahndet, für Bestandsanlagen gibt es Übergangsregelungen.

Holz mit zu hoher Restfeuchte zu verbrennen ist Verschwendung, da Energie zum Verdampfen des Wasseranteils sinnlos vergeudet wird. Der Feuchtegehalt ist aber messbar. Die Empfehlung lautet: Brennholz sollte weniger als 20 Prozent Feuchtigkeit enthalten (frisch geschlagenes Holz hat bis zu 60%). Gespaltenes Brennholz sollte daher insbesondere auch von unten gut belüftet an einem sonnigen Ort gelagert werden, etwa zwei bis drei Jahre lang.

Rheinland-Pfalz ist mit über vierzig Prozent Waldflächenanteil eines der waldreichsten Bundesländer. Brennholz als nachwachsende und damit erneuerbare Energiequelle hat in der ländlich geprägten Eifel eine lange Tradition. In der Region gibt es beträchtliche Holzressourcen, unendlich scheint der Bestand aber nicht zu sein. Es heißt, der Gesamtwärmebedarf in der Region sei größer als die verfügbare Holzmenge.

Der Rohstoff Holz kann zum Klimaschutz beitragen. Zusammen mit den erneuerbaren Energiequellen kann Holz dank moderner Heizsysteme auch zukünftig einen Beitrag zur Lösung der Energie- und Klimafragen leisten.