01.09.2016

Auftaktveranstaltung „Wärmewende gestalten“ und Eröffnung der Ausstellung in der Kreisverwaltung Ahrweiler

Landrat Dr. Jürgen Pföhler eröffnet die Ausstellung

Angesichts des globalen Klimawandels sind weitreichende Ziele zur Bekämpfung gesteckt worden: die Emissionen in Deutschland sollen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent und bis zum Jahr 2050 um 80 bis 90 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Die Bundesregierung  will durch verschiedenste Maßnahmen diese Reduzierung von Treibhausgasen erreichen. Auch die Landesregierung folgt diesen Zielen und hat im Landesklimaschutzkonzept Handlungsfelder und Maßnahmenpakete definiert, die zur Zielerreichung beitragen sollen.

Dazu gehört der Umstieg bei der Stromversorgung auf die Erzeugung mittels regenerativen Energien. Es zeigt sich jedoch deutlich, dass neben der Stromwende auch eine Wärmewende erforderlich ist, um diese Ziele zu erreichen.

Auf die Bereitstellung von Wärme entfällt mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauches in Deutschland. Dabei entfällt für die Raumwärme in Gebäuden wiederum knapp die Hälfte des Endenergieverbrauches, für die Warmwasserbereitstellung entfallen nur etwa 10 Prozent. Die privaten Haushalte sowie der Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen verbrauchen den größten Teil der Energie für das Beheizen von Gebäuden, für die Raumwärme. Im Gebäudebestand sind große Einsparpotentiale zu finden.

Verluste im Bestandsgebäudebereich ergeben sich durch Transmissionswärmeverluste und Lüftungsverluste die durch Wärmezufuhr über die Heizung ausgeglichen werden müssen. Eine verbesserte Wärmedämmung kann diese Verluste erheblich verringern. Gesellschaftlich betrachtet bedeutet die Gebäudesanierung auch einen Zuwachs an Wertschöpfung. Gut 50 % der Wertschöpfung und damit auch der Arbeitsplätze entfällt auf die Handwerksunternehmen, die direkt an Sanierungsmaßnahmen beteiligt sind.

Die Ausstellung mit verschiedenen Heizungsmodellen und einem Effizienzhausmodell ist bis zum 29. September im Foyer der Kreisverwaltung zu sehen.